Bestattung Goldeggasse 2 ©

Bezirk sucht Gespräch für Nachnutzung der Bestattung

Das Areal der Bestattung Wien, die in den kommenden Jahren ihren derzeitigen Sitz in der Goldeggasse absiedeln wird, beschäftigte die Wiedner Bezirksvertretung auch in ihrer letzten Sitzung. Einstimmig sprach sich das Bezirksparlament dafür aus, die Stadt Wien um die Prüfung eines Ankauf des Areals zu ersuchen.Weil der Bezirk aber nicht über den Eigentümer bestimmen kann, wollte die Bezirks-SPÖ auch abseits der Eigentümerfrage festlegen, wie sich der Bezirk die Nutzung vorstellt: Neben Wohnzwecken soll das Gelände auch sozialen und kulturellen Anliegen dienen.  Hier sorgte die ÖVP für einige Überraschung: Sie verweigerte der Resolution ihre Zustimmung und wandte sich  zweiten Mal hintereinander gegen einen parteiübergreifenden Schulterschluss in dieser Frage. bereits in der Bezirksvertretungssitzung im Februar hatte sie gegen einen entsprechenden Antrag gestimmt. "Die ÖVP dokumentiert in dieser Frage leider bereits zum zweiten Mal, dass es ihr nicht um die Sache, sondern um Parteitaktik geht. Das ist umso bedauerlicher, als sie selbst es in der letzten Periode leider völlig verabsäumt hat, für die anstehende Absiedlung Vorsorge zu treffen und die Interessen des Bezirks rechtzeitig einzubringen", merkt SPÖ-Klubvorsitzende Ursula Prager-Ramsa an. Die Resolution wurde schließlich mit den Stimmen von SPÖ und Grünen beschlossen. "Auch wenn es bereits sehr spät dafür ist, werde ich die Anliegen des Bezirks mit voller Kraft gegenüber dem jetzigen und dem künftigen Grundstückseigentümer vertreten. Im Rahmen einer BürgerInnenversammlung werden wir die AnrainerInnen einbeziehen, sobald konkrete Informationen zur Verfügung stehen", kündigt Bezirksvorsteher Plasch an.

16.05.2011